Common Ragweed (Ambrosia artemisiifolia)

- Beifußblättriges Traubenkraut (Asteraceae)

Ausbreitungsbiologie und Management einer extrem allergenen, eingeschleppten Pflanze – Wege und Ursachen der Ausbreitung von Ragweed (Ambrosia artemisiifolia) sowie Möglichkeiten seiner Bekämpfung.

Projekt-Leitung:

ao. Prof. Dr. Gerhard Karrer (Institut für Botanik)

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Ausgangslage

Die aus Nordamerika eingeschleppte Pflanze Ambrosia artemisiifolia (Beifußblättriges Traubenkraut) breitet sich im letzten Jahrzehnt in Österreich besonders rasch aus und verursacht starke allergische Reaktionen des menschlichen Immunsystems mit hohen Folgekosten für das Gesundheitswesen.

Ziele

  • Analyse der biologischen Grundlagen für die aktuelle rasche Ausbreitung von Ragweed in Österreich, insbes. entlang des Straßen- und Gewässernetzes
  • Aufdeckung der Ausbreitungsquellen und -vektoren auf landwirtschaftlichen und außerlandwirtschaftlichen Flächen
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Bekämpfung bereits etablierter Populationen und zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von Ragweed
  • Kommunikation des Problems in der Öffentlichkeit und Verwaltung
  • Bereitstellung von Informationen bei der Etablierung von entsprechenden Maßnahmen, die zu einer effektiven Eindämmung von Ragweed führen sollen.

Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur zielgerichteten und rechtzeitigen Bekämpfung dieser aus volksgesundheitlicher und -wirtschaftlicher Sicht gefährlichen Pflanze leisten.

 

Teilprojekt „Populationsgenetik“

Teilprojekt: Matthias Kropf (INF), Cordula Blöch, Andrea Huppenberger, Melinda Leitsch-Vitalos und Gerhard Karrer (alle Institut für Botanik)

Im Rahmen der Analysen von Ausbreitungsquellen und -wellen werden auch populationsgenetische Untersuchungen durchgeführt. Diese Analysen umfassen im Wesentlichen zwei Techniken, DNA-Mikrosatelliten und sogenannte AFLPs. Den Schwerpunkt der untersuchten Populationen bilden Vorkommen aus ganz Österreich (ca. 60 Populationen); als mögliche Quellpopulationen wurden zudem vor allem Populationen aus Südosteuropa hinzugezogen (ca. 12 Populationen). Die Analysen basierend auf den beiden Techniken erfolgen auf unterschiedlichen räumlichen Auflösungsebenen.